Ein Dorf der Tradition. Poffabro (Friaul).

Wolkenverhangener Himmel. Es ist ein "düsterer" Vormittag. Eine Stimmung, die an das Mittelalter einnert. Warum nicht dorthin reisen ? Ziel ist Poffabro, eines der schönsten Dörfer Italiens. 

Es gibt in Italien die sog. "i borghi piu belli d´italia", zu denen aktuell auch 10 Dörfer aus Friaul zählen. Um in diese Liste aufgenommen zu werden, sind Unverfälschtheit, Tradition, Kunst und Geschichte gute Voraussetzungen.  Und das alles findet man in Poffabro. 

 

Poffabro liegt auf 525 m Höhe in der Provinz Pordenone in den Karnischen Voralpen. Die Häuser wurden im 16./17. Jahrhundert erbaut. Für mich war das Besondere im Ort das "Schlichte". Es gibt keine Paläste oder monumentale Bauten, es ist die Geschlossenheit des alten Ortskernes der mich fasziniert hat. Es sind Steinhäuser mit Holzbalkonen, engen Gassen (fast ohne Autoverkehr, was ja in Italien eine Seltenheit ist...) mit Bogendurchgängen aus Stein, durch die man Hinterhöfe erreicht. Es gibt einige kleine Kapellen und Heiligenstöcke zu entdecken und die auf dem ersten Blick schmucklosen Häuser strahlen nach längerem Verweilen inmitten doch bald Geborgenheit aus. 

 

Das Schöne ist auch - man spaziert ohne Touristenmassen durch den Ort und fängt diese Atmosphäre unverfälscht und für sich in einer Stille ein, wie es sonst oft nur selten möglich ist. 

 

Tipp: Als "Dorf der Tradition" findet man in Poffabro im Dezember alljährlich - an unterschiedlichen Plätzen bzw. an zugänglichen Stellen bei den Häusern - Weihnachtskrippen ausgestellt. Bis zu 50 Krippen sollen es heuer gewesen sein, die in der Regel bis zum Dreikönigstag besichtigt werden können. 

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