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Friulanisches Kleinod: Sesto al Reghena

Udine, Pordenone, Portogruaro. Eine Strecke, die viele von uns wahrscheinlich schon mehrmals gefahren sind, bringt sie uns doch ans Meer, nach Venedig, zu vielen der sehenswerten italienischen Städte, in den Süden... . Immer wieder lassen sich hier abseits kleine Orte entdecken, die auch nicht in jedem Reiseführer enthalten sind und doch einen Besuch lohnen. So wie zum Beispiel Sesto al Reghena.

Sesto al Reghena zählt auch zu den schönsten italienischen Dörfern (i borghi piu bella d' italia), wie zum Beispiel Poffabro über das ich bereits geschrieben habe.  Dörfer, die diese Auszeichnung tragen, haben meist mittelalterliche Kerne oder historische Stadtteile, kulturelle Schätzte etc... . In Friaul-Julisch-Venetien findet man aktuell zehn Dörfer, die sich dieser Vereinigung angeschlossen haben. 

Der Campanile überragt die Abteikirche Santa Maria in Sylvis aus dem 11-12. Jahrhundert, an deren Fassade noch Fresken aus dem 12. Jh. zu sehen sind.

Um auch das Innere der Abtei sehen zu können, empfiehlt es sich vorweg mit den Öffnungszeiten vertraut zu machen, was der Schreiber dieser Zeilen nicht getan hat uns so zu Mittag im Rahmen des Ortsbesuches vor verschlossenen Türen stand... . 

Von den vielen mittelalterlichen Gebäuden ist z.B. noch der Eingangsturm aus dem 10. Jh. übriggeblieben. Ursprünglich waren es sieben Verteidigungstürme. 

Der Campanile aus dem 11. Jh. .

Noch ein Blick auf den Wachturm. In dieser Gegend gibt es zahlreiche kleinere Flüsse.

Von der Abteikirche in Richtung Stadtzentrum, ein paar Schritte, dann weist ein Schild auf den "giardino all´italiana Brolo del Conte" und man betritt einen wunderschönen Rosengarten. 

Wir besuchten Sesto al Reghena Anfang Juni. Es war Mittag und heiß. Nicht viele verirrten sich um diese Zeit in die Straßen. Das Dorf gehörte uns zu dieser Zeit fast ganz alleine... .

Die Auslage verrät, das Angebot ist vielfältig; man kann fast alles kaufen, wenn das Geschäft geöffnet hat... . 

Der Fluß "Reghena", der durch den Ort fließt. Ein paar Schritte aus dem Ortszentrum hinausspaziert und man ist mitten in der Natur. 

 

Zu guter Letzt noch ein Link- und ein Buchtipp:

 

Für das Online Fotomagazin "Kwerfeldein" habe ich vor kurzem einen Artikel über Friaul geschrieben.  Gerade, wenn man Richtung Meer unterwegs ist und ein bißchen Zeit aufbringen kann, gibt es zahlreiche sehenswerte Orte und Landstriche abseits der autostrada, ein paar davon seien hier erwähnt: 

"Ein Stopp der sich auf dem Weg in den Süden lohnt: Friaul - Julisch - Venetien" 

 

Bücher über Friaul gibt es mitterweile viele. Da ich in den letzten Jahren nahezu jährlich ein paar Tage in dieser Gegend verbringe, kenne ich bereits einige. Vor wenigen Wochen ist ein neues Reisebuch ("Eat Greet Live") auf den Markt gekommen, von  Katharina Maria Zimmermann und Vera Bachernegg. Ihre "Eat Write Live" Reihe hebt sich in vielen Bereichen von klassischen Reiseführern ab, da von den Verfasserinnen sehr viel Selbst-Erlebtes, Tipps, die man sonst nicht so leicht bekommt und viel Individualität in ihren Büchern steckt. Das jüngste Werk, wieder in netter Aufmachung mit guten Fotos, umfasst die Gebiete "Südtirol, Friaul und Westslowenien"; Ich habe es über die Crowdfunding-Seite "Startnext" erworben, genau am Tag vor der Abreise erhalten und schmökere sehr gerne darinnen. Mehr über das Buch und die beiden Autorinnen auf Ihrer Homepage: "Eat Write Live".

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Paleica (Sonntag, 08 Juli 2018 19:18)

    was für eine wunderbare fotostrecke! oberitalien wird viel zu oft unterschätzt und als reisetechnisch völlig uninteressant abgetan. dabei gibt es soviel zu sehen!