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Schneetreiben in Maria Fieberbründl

Träume können manchmal zur Realität werden. So sagt die Legende vom bzw. um den kleinen Wallfahrtsort Maria Fieberbründl in der Oststeiermark, dass eine chronisch kranke Frau von einem Ort geträumt hat, an dem eine kleine Holzhütte steht, wo sie beten und wieder gesund werden könnte. Und diesen Platz hat sie dann  tatsächlich gefunden. Einem frommen Einsiedler im 19. Jh. ist es zu verdanken, dass er an dieser Stelle seine Hütte gebaut und eine Marienstatue aufgestellt hatte. Und die Frau hat dort  auch ihre Gesundheit wieder erlangt. Dem Wasser von Maria Fieberbründl werden heilende Kräfte nachgewiesen... .

 

Ich war gerade auf der Bundesstraße von Hartberg in Richtung Graz unterwegs, da sah ich den Wegweiser nach Maria Fieberbründl und beschloss noch diesen Abstecher zu machen. Plötzlich kam ein starker Wind und dichter Schneefall auf. Da ich nicht oft Gelegenheit habe Fotos im Schneetreiben zu machen, parkte ich mein Auto nahe der Kirche, nahm meine Kamera und schaute mich nach möglichen Motiven um. 

Maria Fieberbründl besteht in seinem Kern aus der Wallfahrtskirche, ein paar Häusern und einem Gasthof. Die Zufahrt erfolgt von der einen Seite über die B54 (Wechselstraße), die ich genommen hatte, oder führt von St. Johann bei Herberstein kommend durch einen dichten Fichtenwald, der bis zur Kirche reicht. 

 

Als ich vor der Kirche in dem kleinen Ort stand, konnte ich es gar nicht glauben, dass rd. 50-60.000 Menschen alljährlich diesen Fleck in der Oststeiermark besuchen. Augenblicklich waren es nur ein paar Menschen, die die Kirche besichtigten, das Wetter lud in seiner heutigen Unfreundlichkeit scheinbar nicht mehr ein. Drei Fotos machte ich, dann wurde auch mir der Schneefall zu dicht. Vor allem war es der Hartnäckigkeit der Schneeflocken, die sich mit Vorliebe in meinem Nacken festsetzten und dem eisigen Wind zu verdanken, dass ich mich  bald wieder gerne in das noch warme Auto setzte. Ich war an diesem Tag für den plötzlich eintretenden Wetterumschwung einfach nicht richtig ausgerüstet. 

 

Vor rund 1 1/2 Jahren war ich schon einmal in Maria Fieberbründl, nur hatten damals mindestens hundert andere Menschen die gleiche Idee. Da entstand nur das letzte Bild dieses Beitrags  vom Kirchturm, der von einer Lärche herausgefordert wird, die den Turm scheinbar an Höhe bald einmal überragen möchte, aber auf dem Weg dorthin schon zahlreiche Äste lassen musste...).

 

Wenn nicht gerade eine Hochsaison von Wallfahrern herrscht (außer man ist selbst einer von ihnen), bietet Maria Fieberbründl eine angenehme und sehenswerte Beschaulichkeit, die sich rund um den Ort fortsetzt.  So ist ein kurzer Besuch dieses idyllischen Platzes auf jeden Fall einen Abstecher wert und eine kulinarische Versorgung ist durch den sich nahe der Kirche befindlichen Gasthof ebenfalls gegeben. 

Mehr zur Legende bzw. zur Geschichte des Ortes Maria Fieberbründl und seiner Wallfahrtskirche unter bergfex.at bzw. im  austria-forum. 

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