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Rund um das Motiv

...unterschiedliche Perspektiven einnehmen und mehrere Blickwinkel ausprobieren. Die Lichtsituation kann sich einen Meter weiter stark verändert haben. Bodennahe Aufnahmen vom gleichen Motiv lassen es im Gegensatz zur Augen- oder Hüfthöhe ganz anders aussehen und auch nur wenige Schritte links oder rechts lassen vielleicht störende Elemente verschwinden...

Das ist ein Auszug aus einem Artikel, den ich vor kurzem als Gastautor für Kwerfeldein schreiben durfte, wo ich eine Verbindung von "Achtsamkeit und Fotografie" versucht habe herzustellen:

--> Anregungen zur Achtsamkeit (Kwerfeldein / April 2018) 

Vor rd. vier Wochen war ich auf dem Schulterkogel (Kärnten/Klippitztörl) und das steinerne Gipfelkreuz ist mir als Erstes als Motiv ins Auge gesprungen.  Das kleine Plateu des Kogels bot mir aber viel mehr Motive und so setzte ich um, was ich geschrieben hatte. Das Gipfelkreuz aus anderer Perspektive betrachtet, gab ein ganz anderes Motiv, das mich ansprach und auch das Einbeziehen der unmittelbaren Umgebung verändert die Sicht auf die Dinge. 

 

"Rund um das Motiv" zu wandern, hilft auch innerlich ruhig zu werden, den gegenwärtigen Moment bewußter wahrzunehmen.  Mehrere Blickwinkel einzunehmen, bietet uns die Möglichkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Intensiver, detaillierter und langsamer. 

Keine Aufnahme aus einer fremden Welt... nach der Schneeschmelze Mitte April auf rd. 1400 m Höhe

Wenn sich jemand mit "Fotografie und Achtsamkeit" intensiver beschäftigen möchte, empfehle ich den Blog von Wilfried Humann, der sich mit diesem Thema in seinen Beiträgen sehr intensiv auseinandersetzt: -->https://fotografie-und-achtsamkeit.jimdo.com/

 

Es gibt auch ein lesenswertes Buch zum Thema "Fotografie als Meditation"; eine Rezension darüber ist auch auf kwerfeldein geschrieben worden ---> Buchtipp Fotografie und Meditation

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Kommentare: 1
  • #1

    geri barreti (Donnerstag, 24 Mai 2018 16:22)

    ich selbst meditiere zwar nicht, bin aber immer auf der suche nach den details einer sache. ich finde man kennt einen bestimmten ort nur dann richtig, wenn man ihn sich von allen seiten ansieht, und auch alle diese seiten fotografisch festhält. das genau ist bei diesen fotos gut gelungen, und daher schaue ich sie mir immer wieder gerne an.