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"Helle und Dunkle Seiten" von Graz

Chinesischer Pavillion am Grazer Schloßberg (um 1890 errichtet)
Chinesischer Pavillion am Grazer Schloßberg (um 1890 errichtet)

Das Spiel mit Licht und Schatten fasziniert in der Fotografie, wie auch in der Malerei etc... immer wieder aufs Neue. Die Suche nach Motiven, die von starken Kontrasten leben, hat mich immer schon interessiert. Ein Schatten ist ja eigentlich etwas Unnatürliches, gehört nicht zur realen Welt, entsteht aufgrund einer Lichtquelle, die ein Objekt anstrahlt. Schatten sind optische Erscheinungen, die auch teilweise als unheimlich wahrgenommen werden, uns in der Kindheit zum ersten Mal begegnet sind und die uns vielleicht manchmal auch schon Angst gemacht haben. Gott sei Dank leben wir in einer Welt des Lichts! Licht, das uns so viele Facetten bieten kann und jeder Morgen mit seinem Sonnenaufgang bietet uns die Möglichkeit "Licht immer wieder neu zu erleben". 

 

 

Wenn ich mit meinen Augen durch die Welt vor mir wandere, fallen  mir Schatten oft gar nicht auf. Wenn ich meinen Augen die fotografische Brille aufsetze, sehe ich viel öfters zahlreiche interessante Kontraste zwischen Hell und Dunkel. Einige diesbezügliche Motive sind mir da bei meinen Spaziergängen durch Graz bisher untergekommen, die ich im Rahmen dieses Blogbeitrages  vorstelle, es sind weitere Bilder aus meinem Projekt "Graz is it? It is! Urban still life, urban street life."

Eingang zur Doppelwendeltreppe der Grazer Burg (Nachtaufnahme)
Eingang zur Doppelwendeltreppe der Grazer Burg (Nachtaufnahme)
Blick zur Burggasse vom Dom/Mausoleum aus
Blick zur Burggasse vom Dom/Mausoleum aus
Blick in die Schmiedgasse
Blick in die Schmiedgasse
Drei "ausrangierte" Straßenleuchten wurden zu einer Skulptur zusammengefasst, die sich an der Fassade des akademischen Gymnaisums am Tummelplatz befindet.
Drei "ausrangierte" Straßenleuchten wurden zu einer Skulptur zusammengefasst, die sich an der Fassade des akademischen Gymnaisums am Tummelplatz befindet.
Manchmal braucht es für ein Motiv gar nicht viel ... aufgenommen am Freiheitsplatz
Manchmal braucht es für ein Motiv gar nicht viel ... aufgenommen am Freiheitsplatz
Kontrastreiche "Straßenfotografie" in der Sporgasse
Kontrastreiche "Straßenfotografie" in der Sporgasse
Baumschatten an der Fassade des Mausoleums
Baumschatten an der Fassade des Mausoleums
Häuserdetail in der Grazer Sporgasse
Häuserdetail in der Grazer Sporgasse
"Liebesschlösser" an der Hauptbrücke
"Liebesschlösser" an der Hauptbrücke

P.S.: Bilder aus meiner Serie "minimal scenery", gibt es über Photocircle zu kaufen.

Kuratierte Kunst für eine bessere Welt, denn für jeden Kunstdruck, der gekauft wird, pflanzt Photocircle Bäume in Äthiopien. 


 

P.P.S.: Zum Abschluß dieses Beitrages das bereits veröffentlichte "Titelbild" meines Graz-Fotoprojektes, weil es eben auch ein "typisches Licht/Schatten-Motiv" ist: 

Fassade des Franziskaner Klosters in der kleinen Stainzergasse im sog. "Kälbernen Viertel" rund um den Franziskanerplatz
Fassade des Franziskaner Klosters in der kleinen Stainzergasse im sog. "Kälbernen Viertel" rund um den Franziskanerplatz

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Kommentare: 5
  • #1

    Herbert Koeppel (Sonntag, 10 Mai 2020 16:33)

    Servus Bernd, (ich hoffe es ist ok, dass ich Du schreibe),

    Kwerfeldein hat mich heute wieder zu Deinen Bildern und Texten geleitet. Nachdem ich Deinen Text gelesen hatte, ging mir Deine folgenden Worte nicht mehr aus dem Kopf "Ein Schatten ist ja eigentlich etwas Unnatürliches, gehört nicht zur realen Welt..." Das ein Schatten, je nachdem wie man geprägt ist unheimlich sein kann ist noch etwas nachvollziehbar. Aber, dass ein Schatten etwas Unnatürliches sein soll, da komme ich mit dem Denken nicht mehr mit. Da wäre, ich Dir sehr froh, wenn Du das Unnatürliche an Schatten erklären könntest. lg Herbert

  • #2

    Bernd (Sonntag, 10 Mai 2020 18:47)

    Hallo Herbert, es freut mich, dass Du wieder bei mir "gelandet" bist. Schatten sind natürlich Teil unserer Welt, aber aus meiner Sicht "unnatürlich". Es sind für mich optische Erscheinungen, die man nicht angreifen kann, damit nicht real sind. Eine Lichtquelle strahlt einen Gegenstand an und diese wirft dann einen Schatten. Knipst man sie aus, ist dieser wieder weg. Inwieweit das etwas Unnatürliches ist, wird wahrscheinlich unterschiedlich gesehen und ich möchte mir da auch nicht anmaßen, dass ich recht habe. Aber zumindest eignet sich die These, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, vielleicht das kleinen Kindern zu erklären, wenn sie in das Alter kommen, wo ihnen Schatten, wenn ihnen diese begegnen, unheimlich vorkommen. Braucht es nicht, weil sie sind ja nichts Reales... .

  • #3

    Herbert Koeppel (Mittwoch, 13 Mai 2020 08:28)

    Nun, warum Du persönlich Schatten als unnatürlich empfindest oder betrachtest habe ich noch immer nicht verstanden. Das man Schatten nicht „angreifen“ kann, dass klingt auf den ersten Gedanken fast nachvollziehbar. Doch es gibt ja auch einige andere Erscheinungen in der Welt die man auch nicht angreifen kann, z.B. Luft auch nicht. Licht kann man unter bestimmten Bedingungen spüren (z.B. als Wärme), Schatten eigentlich durch die Erscheinung von Kühle und Kälte. Daher finde ich das Schatten durchaus absolut real sind.

    Ein weiterer interessanter Gedanke ist ja auch der Ausdruck, dass etwas einen Schatten wirft. Kein Gegenstand tut das eigentlich aus sich selbst heraus, sondern es bedingt immer das ein Gegenstand mit Licht angestrahlt wird. Dort wo dann kein Licht ist, also das Licht abwesend ist, zeigt sich dann die Erscheinung des Schatten.

    Na, darum geht es mir ja gar nicht, dass Du damit „recht“ hast. Aber, darüber nachzudenken bringt interessante Gedanken hervor.

    Unheimlich und unnatürlich wird manchmal durchaus gleichwertig verwendet. Ich habe mal in den letzten Tagen einige Kinder und auch Erwachsene gefragt, ob ihnen Schatten jemals „unheimlich“ vorgekommen sind. Inkl. mir, sagte jeder ein klares Nein. Ich kann mir das bei Kindern nur erklären, da diese ja in der Phase des magischen Denkens oft Gegenständen eine Persönlichkeit zuweisen, z.B. Steine als lebendig betrachten oder z.B. Schatten eine gewisse Substanz zuordnen. Licht bedingt meist Schatten, dass eine Ursache für Schatten vorhanden sein muss - also das Prinzip der Kausalität wird in dieser Phase noch nicht verstanden. Vielleicht entsteht hier auch manchmal ein Angstgefühl - weil man nicht sehen kann was im Schatten liegt. Wobei hier liegt die Angst dann eigentlich nicht vor dem Schatten, sondern vor dem, was vielleicht im Schatten liegt und nicht einsehbar ist.

    Na jedenfalls ein interessantes Gebiet um darüber nachzudenken...

    lg

    Herbert

  • #4

    Paleica (Dienstag, 26 Mai 2020 10:23)

    wow, was für eine schöne und außergewöhnliche bilderserie aus graz. sehr tolle momente festgehalten!

  • #5

    Klaus (Montag, 24 August 2020 12:48)

    Sehr guter Beitrag, danke.