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Selbstbeschränkung

In der Fotografie hat es in den letzten Jahren große Veränderungen gegeben. Die digitale Fotografie hat die analoge abgelöst, nur ein paar wenige Enthusiasten arbeiten noch mit Film. Viele Kinder kennen das gar nicht mehr und wundern sich wie alte Fotoapparate funktioniert haben. 

Noch nie war es auch so unkompliziert gute Fotos zu machen, die Technik der Kameras bügelt vieles aus und die richtige Software in der Nachbearbeitung lässt aus einem schlechten Foto zumindest noch ein Mittelmäßiges entstehen. Eigentlich ist es ja mittlerweile ganz einfach Fotos zu machen. Und doch boomen YouTube Kanäle, wo in Tutorials von den Grundlagen der Fotografie bis zur perfekten Nachbearbeitung Vieles und das oft sehr kurzweilig gelehrt wird. So hat die Fotografie auch heute noch für viele einen hohen Stellenwert.  

 

Die Preise für Kameras sind großteils erschwinglich (bis auf wenige bekannte Ausnahmen) bzw. kann man mittlerweile ja fast mit jedem Handy fotografieren und Geld für Filme braucht man auch keines mehr ausgeben. Ich denke da an früher, wo ich sehr genau überlegt habe, wieviele Filme nehme ich auf Urlaub mit ? Dia- oder doch Negativfilme ? Diafilme waren natürlich deutlich günstiger, denn die Entwicklung von Farbnegativfilmen in guter Qualität war doch recht teuer. Ich verwendete meistens Fujichrome, denn da leuchteten die Farben, dass es eine große Freude war.  

 

Wie ist es heute ? Überlegen wir uns im Vorfeld, wieviele Fotos wir machen wollen ? Motiv da, Ausschnitt gefunden und los. Die Serienbildfunktion der modernen Kameras lässt 5, 10, manche auch  15 Bilder in der Sekunde zu. Was nicht gefällt, wird gelöscht, kostet ja nichts.

 

Ich bin in den letzten Tagen einmal mit dem Vorsatz fotografieren gegangen, mein Motiv nur  ein-, vielleicht zweimal abzulichten. Die Bildgestaltung wird noch bewußter, das Einstellen von Zeit und Blende wurde wieder überlegter, dass hatte etwas. Auch der darauffolgende schnelle Import der Fotos in Lightroom war nicht zu unterschätzen  und es fiel das Aussortieren und Löschen zahlreicher Bilder weg... .

 

Mein Vorsatz für das nächste Jahr, um meinem Motto in der Fotografie  „weniger ist mehr“ wieder ein Stück gerechter zu werden: Manchmal mit der Kamera in der Hand an die analoge Zeit zurückdenken, wo ein paar Filme mit jeweils maximal 36 Aufnahmen für einen 14tägigen Urlaub reichen mussten… . 

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Kommentare: 2
  • #1

    Jenni (Mittwoch, 03 Januar 2018 13:31)

    Hallo, Bernd! Das Bild ist super! Ein einsamer Baum im kalten Raum. Sehr schön!
    Noch eine Frage. Du hast geschrieben, dass du mit LR Fotos nachbearbeitest. Verwendest du dieses Preset http://fixthephoto.com/free-lightroom-landscape-presets? Wie ist deine Erfahrung damit?

  • #2

    Bernd (Donnerstag, 04 Januar 2018 18:00)

    Danke f. Dein Interesse und freue mich, dass Dir das Bild gefällt. Nein, ich verwende keine fertigen Presets.